Täntchen und der Krieg

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Tagebücher aus der Hitlerzeit
mit Essays von Antje Arbor
Vorwort von Alva Grigo
Nachwort von Ingrid Riedel
Herausgeberin Antje Arbor
383 Seiten
Gebundene Ausgabe

Beschreibung

Tagebücher aus der Hitlerzeit mit Essays von Antje Arbor
Vorwort von Alva Grigo, Dipl. Psychologin, Historikerin und Familientherapeutin
Nachwort von Ingrid Riedel, Prof. Dr. Dr., Tiefenpsychologin, Theologin

Die Autorin Antje Arbor hat Tagebücher ihrer Grosstante („Täntchen“) aus der Zeit zwischen 1933 und 1946 teilweise im Volltext, teilweise zusammengefasst in Jahreskapitel gesetzt und kommentiert. Die Tagebucheinträge werden ergänzt durch Briefwechsel der Familie vor und in der Kriegszeit.

„Täntchen“ war Englisch-Lehrerin an einem Berliner Gymnasium und wurde 1934 wegen eines angeborenen Hüftleidens aus dem Schuldienst entlassen (Behinderte wurden nicht mehr im Gymnasium geduldet). In ihren Tagebüchern schreibt sie als wache Beobachterin über ihr Leben, ihre Familie, über den Alltag im Hitlerstaat, über die politischen und schliesslich kriegerischen gesellschaftlichen Entwicklungen. Obwohl sie eine differenziert denkende und gut ausgebildete Frau war, die dem Unrechtsstaat nicht einfach unkritisch gegenüberstand und Krieg allgemein ablehnte, liess sie sich von Hitler vereinnahmen, gab ihm ihre Stimme und rechtfertigte seine Kriege als notwendigen Weg, um die Ehre Deutschlands wieder herzustellen. Die Autorin des Buches setzt sich deshalb in ihren begleitenden Essays mit dieser Haltung ihrer Grosstante auseinander und stellt immer wieder neu die Frage, wie Krieg entstehen kann – und was es braucht, um Kriege zu verhindern.

Rezensionen

„Der schwierige Alltag im Krieg und danach nimmt breiten Raum in ihren Erzählungen ein, entscheidend ist aber, wie sehr die Autorin auf Hitlers Außenpolitik einschwenkt, bei Kriegausbruch dominieren das Wir-Gefühl, die großen Siege und Größenfantasien.“
Arnulf Moser, Südkurier

Leseprobe

Aus dem Vorwort von Alva Grigo, Dipl. Psychologin, Historikerin und Familientherapeutin:
„„Täntchens“ Tagebuch hat die Form eines unverfälschten Berichts. Unverfälscht, weil es nicht durch das heutige Wissen beeinflusst wurde. Antje Arbor versucht in ihren Kommentaren etwas zu begreifen, was sich in seiner Gänze sowohl dem intellektuellen, als auch dem emotionalen Verstehen entzieht.“

Antje Arbor, Herausgeberin des Tagebuchs:
„Dieses Buch handelt vom Krieg, wie ihn einige Mitglieder meiner Familie erlebt und dokumentiert haben, aber auch davon, wie ich ihre Dokumente lese. Krieg, so behaupte ich, hat hauptsächlich damit zu tun, was man von seinen Mitmenschen hält. Wie kommt es zum Krieg? Was geschieht mit uns im Krieg? Was können wir tun, um Kriege zu vermeiden? Diesen Fragen gehe ich in den Essay-Kapiteln nach.“

Aus dem Nachwort von Ingrid Riedel, Prof. Dr. Dr., Tiefenpsychologin, Theologin:
„In einem Zug habe ich die Tagebücher von „Täntchen“, wie man sie in ihrem Familienkreis nannte, gelesen, atemlos und betroffen. Wie wenig Anderes haben sie mir das zu verstehen geholfen, was zwischen 1933 und 1945 im damaligen Deutschland geschehen, was gefühlt und erlebt worden ist.“

Zusätzliche Information

Titel

Täntchen und der Krieg. Tagebücher aus der Hitlerzeit mit Essays von Antje Arbor

AutorIn

Antje Arbor

Verlag

Zaunkönigin Verlag Müller

ISBN

ISBN 978-3-9523702-4-7

Erscheinungsdatum

Oktober 2012

Sprache

deutsch

Seitenzahl

383

Einband

Gebunden, Hardcover